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Nachlese München

Da ich nur 2 oder 3 mal im Jahr ins Kino gehe, will ich mich dann auch über den gesehenen Film äußern.



Wer jetzt erwartet einen Film über das Attentat von München 1972 zu sehen, der wird enttäuscht werden. Dieses ist nur der Aufhänger für den Film und wird in drei Teilen zerstückelt vorkommen. Dieses aber genau richtig. Die eigentliche Story ist kurz erzählt. Nach dem Attentat schickt Israel eine illegale Killertruppe los, um die Drahtzieher des "Schwarzen September" zu eleminieren. Das ist auch die Botschaft des Films. Ist Gegenterrorismis gerechtfertigt? Die Story selber wäre auswechselbar gewesen. Genauso gut hätte es der MI5 auf der Jagd nach IRA-Terroristen sein können.

Herausgekommen ist aber ein wirklich gut gemachter und spannender Agententhriller, der auf jeden Fall sehenswert ist. Besonders hat mir gefallen, wie der Film detailgetreu im Stil der 70er Jahre gehalten wurde. Man fühlt sich teilweise an Filme wie French Connection oder an die Dirty Harry-Reihe erinnert. Dieser Film kommt auch ohne Mega-Stars aus, er trägt sich allein. Wenn ich nach 2 1/2 Stunden das erste Mal versuche auf die Uhr zu sehen, dann spricht das auch dafür, wie kurzweilig dieser doch recht lange Film ist. Zwei Sachen stören mich nur an dem Film. Zum einen, dass Mr. Spielberg. wie bei "Der Soldat James Ryan" den D-Day, wieder mal ein Stück deutscher Geschichte als Aufhänger für einen Film genommen hat und die letzten 15 min hätten auch in 5 min gepasst.

Ansonsten ist der Film durchaus empfehlenswert und bekommt von mir 8 von 10 Hopsern.
3.2.06 09:51
 





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